Eine alte Liebe,

die aus meiner Kindheit stammt, hat sich wieder gemeldet: Hühner waren schon damals Subjekte der gegenseitigen Beobachtung. Die Gegenseitigkeit ist heute nur noch selten möglich.

Aber sie zu zeichnen helfen Fotos, eigene oder solche aus Büchern und Pixabay, und so habe ich eine Weile damit verbracht, sie zu studieren. Wieder einmal fand ich einen Band der Naturkunden aus dem Matthes&Seitz Verlag überaus unterhaltsam und informativ. Wusstet ihr zum Beispiel, dass die Hühner genetisch die nächsten noch lebenden Verwandten des Tyrannosaurus Rex sind?

Was mit meiner Faszination entstand, zeige ich euch hier.

Ausgangspunkt war eine Aquarellskizze, die etwa vor einem Jahr entstanden ist:

Kürzlich dann ein wilder Anfall mit Acrylmarkern:

Anschließend die eher ernsthaften Studien der Krallen mit einem Fineliner:

Am stärksten fesselt mich (noch immer, und auch jenseits der Hühner) Fotografien mit Tuschepinsel zu zeichnen, indem ich die Graustufen so weit polarisiere, dass ich nur noch schwarze und weiße Formen habe.

In meinen Tuschezeichnungen ohne Fotovorlage suche ich immer noch nach der größtmöglichen Reduktion: was alles kann ich weglassen, ohne dass das Huhn dabei verloren geht? Wahrscheinlich geht da noch mehr.