Angeregt von Petra Pawlofskys ambitioniertem Projekt Unsere Erde entstand dieser Text zu ihren Bildern. Das Beitragsbild entstand anlässlich eines Ausstellungsbesuchs im Oberhausener Gasometer in der laufenden Ausstellung Das zerbrechliche Paradies. Es braucht vielleicht die gute Darstellung auf einem PC-Monitor und etwas mehr Licht als üblich, um seinen Reiz zu enthüllen.
gaia petra
ströme gasblauer glut
amöbig fließend
ungeformt
umtosen felsgiganten
lüstern beleckt von
spachtelwellen
blaublicke folgen dir
überall rillen
pinselspuren
durchweicht von nebligem gelb
verwundete brocken
messergeritzt
trügerisch sichere form
geheimnisdurchsonnt
globus
For my English reading friends
GAIA PETRA
streams of gaseous blue glow
amoebic fluent
unformed
romp around rock giants
lustfully licked by
spatula waves
blue eyes follow you
groove everywhere
brush marks
drenched in misty yellow
wounded chunks
knife scratched
deceptively secure form
mysteriously sunned
globe
That exhibition sounds fascinating. You clearly enjoyed it and were inspired by it.
Our „deceptively secure“ globe…something to think about. I like the sensuality of your poem.
LikeGefällt 1 Person
Yes, the exhibition was deeply impressing, you would have liked it.
Petras‘ blog project is inspiring, too.
LikeGefällt 1 Person
Petra always does interesting, emotionally powerful work. I’m still too far behind with email, blogs, and photos to think about looking at another project, unfortunately. But another time….
LikeGefällt 1 Person
I can imagine the mountains of obligations after your weeks of travel. Even more am I pleased about your comments here. Thank you dear Lynn.
LikeGefällt 1 Person
Ein kongenialer Text zu einem faszinierenden Bild.
LikeGefällt 1 Person
Danke sehr, Jürgen. Vermutlich kennst du ja diese Ausstellung im Oberhausener Gasometer. Wenn nicht, empfehle ich wärmstens, dir bis November diese Freude noch zu gönnen.
LikeLike
auch dieses, ganz wunderbar gelungen, in bild und wort, und der titel ist sowas von mehrfach passend 🙂
sehr sehr schön!
LikeGefällt 1 Person
Manchmal drängen sich Kombinationen förmlich auf, wie hier der Titel. Du wirst das kennen, liebe Diana. Ich freu mich über deine Zustimmung.
LikeGefällt 1 Person
Ein wunderbares Objekt, eine Mischung aus Stoffmuster und Gesteinsstrukturen und die Fotografin als winziges Element auch im Bild. Ein gewiss bereichernder Beitrag zu Petras Projekt !
LikeGefällt 2 Personen
Die Fotografin ist das sicher nicht, sonst hätte sie nicht fotografieren können – diese Projektion befand sich (in ständigem Fluss sich aufbauend) hoch oben unter der Decke des Gasometers. Da muss ich jemanden mit erwischt haben der mir bis jetzt nicht mal aufgefallen ist. Ich habe die Aufnahme zunächst viel dunkler gelassen (da sah man die Figur nicht) und erst nachträglich die Belichtung noch etwas gesteigert, damit man überhaupt etwas sieht. Den unteren Rand habe ich gar nicht mehr kontrolliert 😒
LikeGefällt 1 Person
Diese Argumentation ist unwiderlegbar, da siehst du, wie mein Hirn an Sonntagabenden funktioniert 🙂
Wenn sich die Projektion ständig verändert, muss das ja ein besonderer Genuss sein !
LikeGefällt 1 Person
Ja, es war eine riesige Weltkugel, die entstand und wieder schwand, und wieder aufs Neue. Darunter war ein flach gestuftes Rund (wie ein Amphitheater) mit Kissen ausgestattet, auf denen man sich in der Dunkelheit niederlassen, auch hinlegen konnte und, so lange man wollte, der Erde beim Werden und Vergehen zuschauen. Man lag wie im Weltall schwebend … wunderbarst. Bis November ist die Ausstellung noch verlängert – ich glaube, ich fahre noch einmal hin.
LikeGefällt 3 Personen
Sehr verlockend klingt das. Solltest du wirklich nochmals hinfahren, wünsche ich vollen Genuss !
LikeGefällt 1 Person
🙂
LikeLike
Großes Thema! Text und Bild korrespondieren wunderbar – miteinander und mit Petras wunderbarem Projekt! Wir können nur hoffen, dass unsere Gaia das Kapitel Mensch gut übersteht, aber ganz innen in mir habe ich daran eigentlich keinen Zweifel …
LikeGefällt 3 Personen
„Keine Zweifel“ rettet den Schlaf …
Danke für deinen Besuch hier und überhaupt 🙂
LikeGefällt 2 Personen
Der Globus birgt viele Geheimnisse, Immer noch. Das grösste der beginn des kebens.
LikeGefällt 2 Personen
Lebens sollte es heissen, bin unterbrochen worden.
Trügerisch sichere Form: ja. Man kann nicht endlos an ihr, Gaia kratzen,Hügel abtragen
bohren und schürfen und dergleichen mehr.
LikeGefällt 2 Personen
Was nun gerade der Superlativ des Geheimnisvollen im andauernden Verlauf der Weltwerdung ist, könnte ich nicht sagen, vielleicht hängt diese Einschätzung auch an der jeweiligen Perspektive der Betrachterin.
Du hast schon recht: wir muten unserer gaia allerhand zu – und eines Tages fliegt sie uns Menschen um die Ohren. Sie nimmt bereits Anlauf …
LikeGefällt 2 Personen
Soeben habe ich’s erst entdeckt und bin erst mal sprachlos….
Wir tappen eben im Dunkeln will mir dein Bild sagen, sogar mit einem MAC! 😉
Da möge man sich wochenlang mit der Erde befassen – es bleibt nur Annäherung.
Und doch: dieses Gedicht von Dir! Großartig!!!!! Kunst macht eben doch sichtbar! Auf ihre Weise eben. Du hier in wohlgeformten, rhytmischen Wortbildern und wohlgefälligen Lauten . In würziger Kürze Millionen von Jahren durchschritten! 🏆Und ich mit Bildern ! Ein faszinierender Prozess! Ich danke Dir von Herzen dafür! Dass Gaia hier nun auch meinen Namen trägt, ist fast zu viel. Wenn du magst, reblogge ich’s ? Liebe Grüße, Petra
LikeGefällt 3 Personen
Deine Freude rührt mich, liebe Petra. gaia petra bedeutet ja in etwa „Beharrliche Erde“, das gefiel mir gut wegen des Gegensatzes zwischen all dem Fließenden wie Wasser oder Lava und der Tatsache, dass die gute, alte Erde trotz allem immer noch da ist. In gemeinsamer und doch je eigener Arbeit sich eines Themas anzunehmen finde ich immer ganz fruchtbar. Es kommen so viele Aspekte hinzu, die ein Mensch allein kaum zu fassen kriegt. Das Schreiben hat mir viel Freude gemacht – danke für den Anstoß.
Das Bild habe ich noch mal aufgehellt und neu hochgeladen, aber leider scheint der Reader die Bearbeitung nicht zu zeigen. Auf der Website direkt sollte aber jetzt etwas mehr zu sehen sein.
Und: natürlich darfst du den Beitrag rebloggen. 🙂
LikeGefällt 1 Person
Oh ja, jetzt ist das Bild ein richtiger Hingucker!!!
Bei petra dachte ich auch an steinig.
Ich habe lange nicht mehr reblogt . Da die Blogger auch abends rege sind, ich jetzt noch Zeit habe und ich morgen und übermorgen vor allem anderes zu tun habe, mach ich’s gleich, oder ? Wenn ich jetzt nichts von dir höre. vielleicht eher morgen früh um 8 Uhr ?
LikeGefällt 1 Person
Mach’s lieber gleich – was weg ist, ist weg. Morgen früh um acht öffne ich gerade gaaanz langsam das erste Auge 🙂
LikeGefällt 1 Person
Okay! 😄
LikeLike