ABC des Scheiterns
Juli 23
s
Rohdaten
scheitern, niederlage, sich niederlegen, zu boden schmettern, niederschmetternd, dramatisch? alltäglich? grundlegend menschlich und somit normal?
scheitern akzeptieren, durchgangsstadium, wegnehmen die niederlage, die katastrophe, die scham, das drama | hinzufügen gelassenheit, alltäglichkeit, chance, akzeptanz
und du erhältst
eine ganz normale, menschliche situation, ein alltägliches menschliches ereignis
ABER EINEN ANDEREN BEGRIFF,
denn alles, wofür das wort scheitern "erfunden" wurde, ist dann gelöscht, der sinn ausgedörrt
scheitern
nicht wegnehmen
das katastrophale
üben sogar
als teil des grundes
bittere einsicht
nicht mildern
sondern schroff
aufragen lassen
in seinem recht
zu sein
For my English reading friends: Raw data failure, defeat, laying down, crashing to the ground, crushing, dramatic? commonplace? fundamentally human and therefore normal? accepting failure, transit stage, taking away the defeat, the catastrophe, the shame, the drama | adding serenity, everydayness, chance, acceptance and you get a normal, human situation, an everyday human event BUT A DIFFERENT CONCEPT, because everything for which the word failure was "invented" is then erased, the meaning is dried out fail not take away the catastrophic practice even as part of the basis bitter insight not mitigate but abruptly let tower in its right to be Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
The first, „raw data“ gives us a logical place to rest our minds. But then you remind us that there’s value in the upset, the illogical, the catastrophe of failure. It’s not something I really want to feel too deeply but yes, not feeling it turns off another avenue for creativity and growth. Well, it looks like you succeeded in getting the point across! 😉
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Across the Atlantic Ocean and beyond, so it seems. I agree: one must not let oneself fall into failing too deeply. There has to be the power left to raise again, to learn from experience. Even though I often think the human ability to learn is not as great as would be desirable.
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How many times have I wished I would learn from my experiences? Countless times! And I thought it was only me…
😉
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You are not alone, believe me! 🙃
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Scheitern gehört zum Leben und versieht uns mit der dicken Haut, die man braucht, um auf dieser unserer Welt in einer Weise zu leben, die dieser Begriff im Wesentlichen umfasst.
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Ganz gewiss, da stimme ich dir zu. Aber im kreativen Handeln spielt es noch mal eine spezielle Rolle, oder sogar eher viele verschiedene. Und dicke Haut ist in jenem Kontext vielleicht eher hinderlich.
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Ja, sie muss zumindest flexibel sein, darf aber nicht reißen…
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Schuldgefühle über scheitern sollte mann wegnehmen…
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… und das Scheitern als Teil des Lebens annehmen, ja. Danke, Harrie.
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Genau. 👍✋
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Ein Kind sitzt, steht und stolpert und stürzt.Es schreit und steht wieder auf. Stets aufs Neue! Stolz darüber! Später steigt es auf Berge ! Sieht vielleicht hinter Horizonte (wie Versspielerin in ihrem letzten Beitrag).Success!
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Und wie ginge des Aufstehen ohne den Sturz? Die Motivation über weitere Horizonte nachzudenken ohne die Erfahrung des Ungenügens zuvor? Wenn wir vergessen, wie das Kindsein war, wird es schwierig für uns … danke für diesen wertvollen Hinweis, liebe Petra.
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Dein erster Satz ist zitatenreif! Und Gedankenfutter!
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🙂
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Vielleicht auch scheitern als Zusammenbruch der Hybris …
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Womöglich ist Hybris gar die notwendige Bedingung für das Scheitern? Dein Gedanke weckt bei mir spontane Zustimmung, Myriade.
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Sehr feinsinnige Annäherung an die Widersprüche zwischen Wortgebrauch und Etymologie! Gefällt mir gut und bringt mich ins Nachdenken darüber, dass vielleicht „besser scheitern“ doch widersinnig ist. Danke dafür – und ich kann gar nicht glauben, dass Du schon bei S bist!
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Sogar schon mit Z abgeschlossen! Juhu! Es wird nur häppchenweise veröffentlicht, ich will euch ja nicht stressen 😉 Unterwegs habe ich irgendwann nicht geglaubt, dass ich das Alfabet beende … passend zum Thema wäre es ja gewesen.
Dass Scheitern etymologisch so ergiebig ist, wurde mir erst während der verschiedenen Recherchen dazu klar. „besser scheitern“ kann ich nur mit Äugskenkniepen akzeptieren, schon seit der ersten Begegnung mit dieser Schöpfung, ohne sagen zu können, woher mein Widerstand kommt.
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